Schlüsselübergabe

Die Frauen haben seit dem frühen Donnerstagabend die Macht in Recke. Im kleinen Festzelt auf dem Parkplatz vor dem Hallenbad gab sich Bürgermeister Eckhard Kellermeier schnell geschlagen und übergab den Schlüssel an die Närrinnen der RKG.

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Pünktlich um 18 Uhr ertönte es dreimal kräftig „Helau“. Die Jecken waren schon früh auf Tour, um Altweiberkarneval zu feiern. Viele Recker Firmen hatten bereits gegen Mittag den Schlüssel umgedreht, und das Personal stimmte sich auf den Karneval ein: Treffen, klönen, schminken. Und abends ging es in der Gruppe zu den Partys in den beiden Festzelten. In Recke bestimmte schon am Donnerstag der Karneval das Geschehen.

Doreen Hoppe und Heike Mansfeld vom RKG-Präsidium brachten es in Reimform auf den Punkt: „Liebe Weiber, jetzt ist es soweit, wir machen uns wieder in Recke breit. Dieser Tag ist für uns Ladys bestimmt, heute werden von uns Krawatten getrimmt. Ihr seid erschienen in den schillerndsten Kostümen, das Beste werden wir am Dienstag rühmen. Heute wird von uns die Nacht zum Tag gemacht, ohne Männer versteht sich, denn wir haben heute die Macht.“

Dem entmachteten Bürgermeister gaben die beiden Präsidiumsmitglieder mit auf den Weg: „Lehnen Sie sich entspannt zurück und kommen zur Ruh, das Dorf haben wir eingenommen und das im Nu. Und nach getaner Arbeit, Ladys lasst beben das Zelt, jetzt gibt es nichts mehr, was uns noch hält. Lasst uns nun die Hüften schwingen und das Zelt zum Glühen bringen.

Der Bürgermeister bemerkte in seiner Replik, dass das Festzelt anders stehe als in den Vorjahren und blickte schon auf das Großevent Politischer Aschermittwoch voraus: „Das Zelt, das steht verkehrt herum, ich bin noch ganz verwirrt. Insofern bin ich doch recht froh, ihr habt mich reingeführt. Doch will ich schnell den Kompass nehmen und bringe Euch auf den richt’gen Kurs. Weil ich doch dann, genau im Herbst, die Wahl gewinnen will, nein muss! Orkan Sabine und Sturm Victoria, Brexit, Kemmerich, AKK, Lieberknecht und Merz – an Aktualitäten fehlte es nicht in den Reimen des Bürgermeisters. „Am Mittwoch aber kommt der Paul, ich will es Euch nur sagen. Und 1000 Bauern obendrein woll’n sich wohl noch beklagen. Also nehmt ihn nun, den Rathausschlüssel, ihr wusstet doch, dass ihr ihn kriegt. Und bitte macht die Arbeit weg, die überall noch liegt. Am Aschermittwoch, ich bitte Euch, erstrahle alles im schönsten Lack. Drum macht es schön sauber, für unsern Gast Paul Ziemiak.“

Hier ist die Bildergalerie der Schlüsselübergbe 2020

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